Geschichte - siehe Seitenbaum

Der Beginn

1970 wurde der Chor als lockere Gemeinschaft aus elf sangesfreudigen Mannen gebildet. Im zarten «Säuglingsalter» standen sie unter der Führung des bekannten Bündner Musikers und Komponisten Gion Giusep Derungs. Dieser verstand es, die noch jungen Mannen für seine Art von Musik zu begeistern. So lernte der Chor zu laufen. 

 Nach drei Jahren übernahm 1973 Markus Zarn den Chor. Mit fester Hand führte Markus Zarn den Chor und begleitete diesen 33 Jahre lang. Markus formte diesen zu einer verschworenen Gruppe. Die «Lärchen» begeisterten mit vielen Auftritten im In- und Ausland ihre Anhängerschaft mit kräftigem Männerchorvolumen. Das romanische Liedgut stand im Vordergrund – aber nicht nur.

 1980 (Ave-Maria mit dem Organisten Hannes Meyer) und 1986 (Ils Larischs chantan) wurden zwei Langspielplatten aufgenommen und 1992 – im aufstrebenden Digitalzeitalter – wurde die CD Viva la veta produziert. Anekdoten aus dieser Zeit lassen sich wie kurzweilige Geschichten anhören. Die Sturm und Drangzeiten klangen dann aber allmählich ab. Der Chor wurde «erwachsen». 2006 verabschiedete sich Markus vom Chor und übernahm andere verantwortungsvolle Verpflichtungen im Chorbereich.

Die Entwicklung

Mit Mattias Müller übernahm ein junger, aufstrebender Dirigent und Gesangssolist in der Baritonlage den Chor. Seine unbeschwerte, fröhliche Art war fast ein Gegensatz zum strengen «Vater» Zarn. Mattias führte den Chor vermehrt und mit Erfolg auch in die klassische Literatur ein. Zu dieser Zeit waren vor allem die Auftritte mit dem russischen Kammerchor «Pokroff» ein grosser Erfolg. Dies gipfelte 2008 in eine erlebnisreiche Chorreise nach Moskau mit kleineren Auftritten (siehe www.chordilslarischs). 2010 erfolgte dann das 40-Jahr-Jubiläum, das mit dem «Frauenchor Raïeta» aus Val Gardena im Marsölsaal in Chur gefeiert wurde und ebenfalls einen Gegenbesuch mit Konzert in Wengen im Südtirol nach sich zog.

Nach nur vier Jahren Matthias-Ära wurde 2011 Curdin Christoffel aus Pitasch unser neuer Maestro. Es begann die Zeit des Feinschliffs in Bezug auf Agogik und Dynamik. Zitat Curdin: „Bevor ihr «forte» singen dürft, lernt ihr ein diszipliniertes «piano» zu zelebrieren“. So war auch die Kritik von Markus Zarn am 1. Konzert, das er besuchte, dementsprechend: „Lass doch deine Männer ein richtiges Forte singen!“ Feinfühlig und hartnäckig hat uns Curdin in vielerlei Hinsicht weitergebracht.

Im Jahre 2020 wollte sich Curdin musikalisch neu orientieren und hatte angekündigt, dass er nach den Jubiläumskonzerten für das 50-jährige Bestehen des Chors den Dirigentenstab abgeben wolle. Der Chor dils Larischs hatte bei Curdin und Domenic Janett ein Medley mit Bündner Liedern in Auftrag gegeben. Dieses wollten wir in zwei Galakonzerten uraufführen. Es kam anders. Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Konzerte mussten abgesagt werden.

  

Da RTR uns aber versprochen hatte, das Medley professionell aufzunehmen, und da Curdin mit uns das Medley einstudiert hatte, konnten wir Ende 2021, also mehr als ein Jahr später als vorgesehen, als Abschluss der Zusammenarbeit mit Curdin dieses Medley aufnehmen. (https://www.youtube.com/watch?v=MFy2GXjFCvs)

Die Zukunft

Im Januar 2022 ist die Coronasituation mehr oder weniger unter Kontrolle, und so kann der Chor dils Larischs die Proben wieder aufnehmen. Der neue Dirigent heisst Christoph Baud und ist ein junger Musikstudent aus Fanas im Prättigau. Die Geschichte kann weiter gehen. Mit neuem Elan, mit zum Teil neuen Sängern, aber immer noch mit viel Begeisterung und Freude am Chorgesang.